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MATT & KIM



![]() | AKTUELLER RELEASE GRAND RELEASE: 19.06.2009 LABEL: Nettwerk VERTRIEB: Soulfood Music |

INFO
Eine Warnung vorweg: Matt & Kim sind keine typische Band und dies wird sich nicht wie eine durchschnittliche Biographie lesen. Ein Beispiel: Obwohl Matt & Kim wissen, dass sie sich am Pratt Institute in New York kennengelernt haben, ist sich Kim nicht sicher, in welchem Jahr sie ihren Abschluss gemacht hat, geschweige denn wann beide sich entschieden haben, als Duo Musik zu machen. Was Matt & Kim ganz sicher wissen ist Folgendes: Als sie vor etwas mehr als vier Jahren angefangen haben, konnte keiner von beiden sein jeweiliges Instrument spielen—eine Tatsache, welche die Erfolgsgeschichte der Band fast so einmalig macht, wie ihr ausgeprägter Synthie-und-Drums Dance Punk Sound.
Wenige Monate, nachdem sie ihre Instrumente zum ersten Mal in der Hand hielten, wurden sie von einem Freund dazu gezwungen, ihr erstes Konzert zu spielen; Keyboarder / Sänger Matt Johnson und Schlagzeugerin / Sängerin Kimberley Schifino gaben Oktober 2004 ihr erstes Konzert als “Matthew and Kimberley”. Nach einer geringfügigen Namensänderung, ergriffen sie im darauffolgenden Jahr jede Chance in Brooklyn zu spielen. Nebenbei veröffentlichten sie die EP “To/From” und begannen nonstop durch die USA zu touren, brannten dabei hinten in ihrem Bus auf dem Weg zu den selbstgebuchten Konzerten ihre CDs und bespielten scheinbar jede Kunstgalerie und jeden Keller des Landes.
2006 veröffentlichte die Band ihr selbstbetiteltes Debütalbum, das sowohl von den Kritikern als auch von den Fans begeistert aufgenommen wurde, und gab weiterhin Konzerte ohne Ende, z.B. bei hochkalibrigen Musikfestivals wie The Siren Music Festival und Lollapalooza. So, nachdem die Vergangenheit jetzt abgearbeitet ist, können wir ja zum neuen Album kommen. Zunächst einmal wurde Grand in Matt’s Elternhaus in Vermont aufgenommen, das Kim beschreibt als “in der Nähe von nichts gelegen und umgeben von drei Viehweiden”. Oder wie Matt dazu sagt: “Ein Freund aus New York hat mich hier mal besucht und meinte nur: ‘Wie hast Du überhaupt erfahren, dass es so etwas wie College gibt?’” In anderen Worten, es ist sehr einsam da.
Dennoch erwies sich Matt’s Kinderzimmer, in dem immer noch Skateboard Poster und Konzertflyer an den Wänden hingen, als ideale Umgebung für die Aufnahme von Grand. “Klar unterscheidet sich unser Album von dem, was wir davor gemacht haben, aber es ist genau so geworden, wie wir es schon vorher gemacht hätten, wenn wir über die Zeit und die Mittel verfügt hätten, die wir dieses Mal hatten,” erklärt Matt und fügt hinzu, dass die Band neun Monate mit Unterbrechungen mit den Aufnahmen zum neuen Album zubrachte im Gegensatz zu den neun Tagen, die sie für ihr Debüt hatten. Nachdem die Stücke alle auf Band waren, kehrte die Band nach Brooklyn zurück, wo Matt den Sommer in der Wohnung des Duos schwitzend und nervlich aufgelöst mit dem Mix von Grand verbrachte. “Ich würde nicht nochmal unser komplettes Album selbst aufnehmen,” ergänzt er, “aber es ist genau so geworden, wie ich es wollte.”
Das Ergebnis ist ein Album, welches die Band in Sachen Songwriting und musikalisches Können auf den nächsten Level katapultiert und als glühende Darstellung dafür dient, wie sich Matt & Kim seit ihrem Debüt weiterentwickelt haben. Vom hymnischen Eröffnungssong “Daylight” bis hin zur harmoniereichen, atmosphärischen Ballade “Turn This Boat Around” und dem verrückten Pop von “I Wanna” ist Grand im wahrsten Sinne des Wortes der Sound einer Gemeinschaft, die ihre Stimme entdeckt. “Alle Lieder vom ersten Album haben wir im ersten Jahr geschrieben, in dem wir unsere Instrumente zu spielen lernten,” räumt Matt ein, “aber dieses hier ist vielfältiger und anstatt uns nur Gedanken über die einzelnen Stücke zu machen, dachten wir auch an das Album als Ganzes.”
Dann gibt es da die legendären Live Shows von Matt & Kim, die mehr nach Tanzen und Party aussehen, als nach einem traditionellen Konzert und bei denen die Grenzen zwischen Musiker und Zuschauer verblassen. “Ich glaube einfach, eine Band sollte ehrlich sein, wenn sie spielt,” erklärt Matt. “Kim und ich freuen uns einfach darüber, auftreten zu können. Ich meine, ich kann immer noch nicht glauben, dass ich vom Musikmachen leben kann, aber genau das passiert gerade, und es ist unglaublich,” fährt er fort. “Wir freuen uns, dass wir einfach nur spielen können und das zeigen wir, so idiotisch das manchmal auch aussehen mag.”
Der Prozess des Textschreibens ist genauso eigenwillig, denn Kim schreibt wahllos ein paar Zeilen und Matt geht sie dann durch und setzt sie zusammen bis sie beginnen, für das Duo Sinn zu machen. Verständlicherweise handelten die Texte des Debüts, vom Versuch das eigene Leben zu kapieren. Diesmal aber haben die Beiden genug erlebt, um verschiedenste Themen anzusprechen. Entsprechend sind die Texte reicher an Metaphern und z.B. bei Liedern wie “Lessons Learned” etwas schwerer mit ein bis zwei Sätzen zu erklären. Im Grunde kann man das Letztgenannte nicht nur auf ihr Zweitlingswerk Grand beziehen sondern auch auf Matt & Kim als Einheit—und erstaunlicherweise scheinen sie gerade erst richtig loszulegen.















