Home Kategorien Debüt von CoppiCat aus Berlin erscheint heute. Absolute Hörempfehlung für Freunde deutscher Indie-Rock-Klänge!

Debüt von CoppiCat aus Berlin erscheint heute. Absolute Hörempfehlung für Freunde deutscher Indie-Rock-Klänge!

by Malin Schindler
CoppiCat

Dürfte Felix den Titel „Indie-Dude des Monats/Jahres“ verleihen, dann würde dieser unter Garantie aktuell nach Berlin gehen. Denn was der Songwriter Rafael Triebel da unter seinem Alias CoppiCat veröffentlicht, dürfte allen Fans von nicht allzu glatt polierten deutschen Indierock-Klängen eine wahre Freude sein.
Heute erscheint die drei Songs umfassende selbstbetitelte Debüt-EP.

Es ist eine alte Liebe, die der CoppiCat auf seiner ersten EP besingt, aber es sind keine Liebeslieder. Dafür war Berlin zu hart zu ihm. 13 Jahre lang arbeitete Rafael Triebel aka CoppiCat wohlig schnurrend in seinem selbstausgebauten Musikstudio in Berlin Lichtenberg, als er vom Vermieter eiskalt vor die Tür gesetzt wurde. Heute ist in dem Gebäude in der Coppistraße ein Laden für Tauchausrüstung. „Es ist kein Platz mehr für uns“, heißt es im Song „In der Coppistraße“. „Wir müssen uns geschlagen geben!“ Damit meint CoppiCat nicht nur sich selbst und die vielen befreundeten Musiker*innen, die bei ihm ein und aus gingen, sondern auch alle anderen Menschen, die „lernen mussten loszulassen“.
Fast hätte er mehr verloren, als seine musikalische Homebase, wie wir im Song „Unsere alte Liebe“ erfahren. CoppiCat beobachtet besorgt, wie sich alles verändert – die Stadt um ihn herum und die Gefühle in seinem Inneren. Lohnt es sich noch, zu investieren, in die Stadt und in die Langzeitbeziehung?
Wie war das damals in den 90er Jahren als Berlin Freiheiten und Platz zu bieten hatte? Über die Lagerfeuer auf den Grenzstreifen, an denen CoppiCat in seiner Jugend oft saß, singt er in „An der Stelle, an der die Mauer stand“.
Verändern wir die Stadt oder verändert die Stadt uns? Dieser Frage geht CoppiCat in seiner Berlin-Song-Trilogie nach. Die Songs wurden von Tom Hessler (Fotos) produziert. Zu den Singles gibt es Videos von Sophie Euler. In ihnen wird die Solidarität mit den Hausgemeinschaften, die ums Überleben kämpfen, spürbar. Über ein Jahr sammelte die Künstlerin Aufnahmen, die liebevoll und detailverliebt Veränderungen der Stadt anhand der Gehwege dokumentieren.
„In der Coppistraße“ konnte bei Sendern wie EgoFM und FluxFM Rotationsplätze ergattern. „Unsere alte Liebe“ bekam ebenfalls erfreuliches Airplay und landete sogar in den deutschen Hochschulcharts. Zur Zeit arbeitet CoppiCat an seinem Debutalbum.

 

 

Hinter CoppiCat steckt Rafael Triebel. Er veröffentlichte bereits 2008 als Gitarrist und Songwriter der Band Radiopilot das von Olaf Opal produzierte Album „Leben passiert“ bei der SonyBMG Columbia. Es folgten viele Konzerte als Support – unter anderem von Moneybrother“ und Juli – und eine eigene Tour durch Deutschland.

Nach der Auflösung der Band komponierte und produzierte Rafael Triebel gemeinsam mit Fabian Saul Filmmusik. Die ersten Filme „Die mit dem Bauch tanzen“ und „Sieniawka“ feierten auf der Berlinale 2013 in der Rubrik „Perspektive Deutsches Kino“ Premiere. In diesem Jahr liefen „1986“ (Arte) und „Notes of Berlin“ auf Filmfestivals und kommen coronabedingt 2021 in die Kinos.

Unter dem Namen „CoppiCat“ wurden bisher ausschließlich Remixe für die Bands Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen, The House Of Love und B O K E H veröffentlicht.

Tom Hessler, Produzent und Sänger der Band Fotos, produzierte die erste EP von CoppiCat. Drei Lieder beschreiben seine (Langzeit-)Beziehung mit Berlin: Von den Freiheiten, die er als Jugendlicher nach der Wende erlebt hat, über die immer schnellere Veränderung in seinem Kiez und das Abwandern der Clubs in seiner unmittelbaren Umgebung bis hin zu dem Punkt, an dem sein eigener künstlerischer Freiraum weggentrifiziert wird.

„Unsere alte Liebe“ ist die zweite Single aus der am 26.03. erscheinenden Debüt EP.

 


CoppiCat:
CoppiCat
CoppiCat Records
VÖ: 26.03.2021
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