Home KategorienOnline Jugendlicher Übermut und zerstörte Kinderzimmer: DOTE die Essener Indie-Band veröffentlicht ihr neues Video zur Single „Suburbs“

Jugendlicher Übermut und zerstörte Kinderzimmer: DOTE die Essener Indie-Band veröffentlicht ihr neues Video zur Single „Suburbs“

by Malin Schindler

Übermut kommt vor dem Fall oder doch eher nach dem nächsten Sprung auf dem Trampolin?
Die junge Essener Indie-Band gibt einen weiteren Song aus ihrer für den 26.03.2021 angekündigten EP „Broken Heart Economy“ preis.
Es ist ein hibbeliger, ein ins-Bein-gehender Song übers Noch-nicht-Erwachsensein, über Übermut, den man nur fühlt, wenn man mit 16, all seinen Freunden und ein bisschen zu viel Schnaps im Blut um 4 Uhr morgens irgendwo in seiner Heimatstadt über irgendeinen Zaun steigt, um dahinter in einem fremden Garten stundenlang Trampolin zu springen (Haben DOTE natürlich nie gemacht, ist ja verboten).

„Cant find a way out of here.“ ist die zentrale Botschaft des Songs, denn Erinnerungen bleiben nah, egal wie weit man wegzieht oder versucht, sie zu verdrängen. Das haben auch DOTE mittlerweile verstanden, auch wenn sie im dazugehörigen Video Teile ihres Kinderzimmers zerstören, aber überzeugt euch selbst.

 

Es ist Ambivalenz-Pop. Jugend, das große Thema dieser Band, ist beschissen und großartig, peinlich und beneidenswert, für immer und schon lange vorbei. Metaphorische Zerrissenheit, die man DOTE wortwörtlich anhören kann, denn DOTE hat zwei Sänger: Da ist Jonah mit seinem dunklen, vibrierenden Gesang und Lukas mit seiner hellen, poppigen Stimme. Beide sind Frontmann, also ist keiner Frontmann. DOTE stellen nicht nur optisch das Konzept der klassischen Band radikal in Frage. Auch die Songs klingen ungewohnt reduziert. Jeder Sound hat seinen festen Platz, kein Instrument ist da ohne Grund.

DOTE sind Coming-of-Age-Indie. Ambivalenz-Pop. Jugend ist beschissen und großartig, peinlich und beneidenswert, für immer und schon lange vorbei. Metaphorische Zerrissenheit, die man DOTE wortwörtlich anhören kann, denn DOTE hat zwei Sänger: Da ist Jonah mit seinem dunklen, vibrierenden Gesang und Lukas mit seiner hellen, poppigen Stimme, die sich mischen wie Farben in einem Glas Wasser. Beide sind Frontmann, also ist keiner Frontmann. DOTE stellen nicht nur optisch das Konzept der klassischen Band radikal in Frage. Auch die Songs klingen ungewohnt reduziert. Jeder Sound hat seinen festen Platz, kein Instrument ist da ohne Grund.
Man kann hier, klar, Referenzen an die großen Indie-Bands dieser Zeit finden: Ein bisschen The 1975 ist da bestimmt, ein kleines Stück Wallows auch. Und doch klingen DOTE wie keine andere deutsche Indie-Band. Selbstbewusst erfinden sie sich aus vielen Genres einfach ein neues, machen ihre Adoleszenz kurz zum Ohrwurm und gehen dann eine rauchen.

Spätestens mit der Single „White Wine“ (2018) wurden DOTE einem breiten Publikum bekannt. Auch die Folge-Singles „Mango“, „Bethlehem“ und „Flirting“ erreichten Menschen grenzübergreifend. Als Newcomer schaffen es DOTE bereits auf über eine halbe Million Streams allein auf Spotify und sind so längst zu einem der heißesten Tipps der deutschen Indie-Szene gewachsen.

Auf Veröffentlichungen folgten kleine Touren durch England und Deutschland, zudem zahlreiche Supportgigs, Clubshows und Festivalauftritte – etwa bei der c/o Pop, dem Open Source Festival oder dem Traumzeit Festival.


DOTE:

Suburbs

Video-VÖ

02.03.2021

Chateau Lala

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