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U3000 stellen mit „Laura“ die zweite Single ihres kommenden Albums vor

by Dirk
U3000_Community Promotion

U3000, das Berliner Indie-Quartett mit der punkigen Pop-Attitüde (oder der poppigen Punk-Attitüde) gewährt mit der neuen Single „Laura“ sowie dem dazugehörigen Video einen weiteren Einblick in sein kommendes zweites Album „Free Electric Band„, das am 12.10. auf Chateau Lala erscheinen wird.
Zuvor hatte die Gruppe im August mit „Tommy“ bereits eine erste Auskopplung präsentiert.

Der Song „Laura“ ist gewissermaßen der Soundtrack zum bandeigenen Film „U3000 – Tod einer Indieband“ den die Gruppe vor Kurzem beim Berlin Independent Film Festival zeigte und der auch den Silver Leigh Award bei den Honolulu Film Awards, einem Indie-Filmfestival auf Hawaii, gewonnen hat – ein knapp 90-minütiger Spielfilm über das dramatische Scheitern einer Band namens U3000. Dem Film entspringt auch das Video zu „Laura„, welches in seiner No-Budget-Camcorder-Ästhetik dem Handlungsrahmen verpflichtet ist. Und wer genau hinhört und etwas Ahnung von Musiktheorie hat, wird recht schnell, wie mehrere Protagonisten im Film, bemerken: „Hey, das ist doch ein 7/4 Takt! Das gab’s im Pop ja sein ,Money‘ von Pink Floyd nicht mehr!

Was es auch schon länger nicht mehr gab, war neue Musik von U3000: „Free Electric Band“ wird der erste Longplayer der Hauptstädter seit ihrem Debüt „Wir haben Euch Belogen“ (Freudenhaus Recordings) aus dem Jahr 2015. Schon damals konnte man ahnen, dass hinter den vergleichsweise simplen, treffsicheren Texten und den geschmeidigen Akkordverbindungen mehr steckt als billige Pop-Affirmation. Die waidwunden Blicke in den selbstgemachten Videos, die irritierenden Bühnenansagen (“Hallo, wir sind eine Band!“) und die verkappte Art, in der sich U3000 in Interviews geben, ecken zwar nicht unbedingt an, fügen sich aber auch nirgendwo richtig ein.

Dazu passt, dass U3000 sich angeblich weigerten, den Streaming-Hit „Terrorist“ umzubenennen, weil er aufgrund eben dieses Songnamens nicht im Radio gespielt werden konnte. Und dass sie mit der Single „Halt die Klappe, Kanye“ aus der HipHop-Szene aufs Heftigste angefeindet wurden, obwohl der Song nach Aussagen der Band eigentlich eine Hommage sein sollte.

Doch worum geht es auf dem neuen, dem zweiten Album? „‘Free Electric Band‘ hört da auf, wo ‚Wir haben Euch Belogen‘ angefangen hat“, lässt sich Gitarrist Mika Amsterdam dazu zitieren. Aha. Aber zum Glück sind ja auch Songs auf der Platte: „Laura“ etwa, der Song zum Film, kommt so zeitlos gitarrenschrammelig daher, so unschuldig, dass man darüber das ganze 21. Jahrhundert vergessen könnte. Oder eben „Tommy“, der sprödeste und gleichzeitig sensibelste Song über Sex, den es in deutscher Sprache gibt. Und dann sind da noch einige sehr, sehr schöne Balladen. Die Gitarren klingen lässig unterspannt, das Schlagzeug verdammt echt. Eine genauere musikalische Beschreibung macht jetzt aber doch keinen Sinn – denn dazu ist „Free Electric Band“ zu vielschichtig und ausgebufft. Halten wir stattdessen lieber fest, dass die Band U3000 tatsächlich lebt und „Free Electric Band“ ihr zweites Album ist.

U3000 Cover_Community Promotion
Im Herbst spielen U3000 eine Tour in ausgewählten deutschen Städten, bei der neben der Liveshow auch der Film „U3000 – Tod einer Indieband“ präsentiert wird. Den Trailer zum Film gibt es hier zu sehen.

Konzert- und Filmtour:
10.10. Berlin – Acud  (ALBUMRELEASESHOW)
17.10. Minden – Büz
27.10. Hildesheim – Kulturfabrik Löseke
30.10. Köln – Filmpalette
13.12. Dresden – Ostpol
10.01. Leipzig – Ilses Erika

Pressestimmen zum Film:
“Einen 87-Minuten-Film mit dem Smartphone zu drehen, ist Leistung genug. Wenn er dann noch unterhaltsam die marktwirtschaftliche Realität der Musikwirtschaft aufs Korn nimmt, hat man einen zukünftigen Klassiker vor Augen“ – Niklas Fucks, SPEX

“Der Film ist charmant, durchaus lustig, weicht Klischees aus, wo er muss, und wälzt sich lustvoll in denen, die sich anbieten.”  – René Hamann, taz


U3000:
Free Electric Band
Chateau Lala / Broken Silence
VÖ: 12.10.2018
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